Linux – Umstieg auf ein freies Betriebssystem Teil 1

Ahoi,

da ich seit 2009 auf meinem Laptop auf Linux setze und damit sehr zufrieden bin, wollte ich der ein oder anderen Person den Umstieg erleichtern bzw. auch ein paar Fragen/Unklarheiten klaeren, welche mir aufgefallen sind.

Ich selber durfte Linux damals auf Sys-Flaw.com (sagt vielleicht der ein oder anderen Person etwas) kennen lernen, da sich ein User (activebeta 😉 ) sehr dafuer eingesetzt hatte und mir auch bei Fragen immer eine Antwort gab.

Daher werde ich eine mehrteilige “Tutorialreihe” starten, um euch Linux etwas vorzustellen.

Was erwartet euch?
– allgemeines ueber Linux
– Antworten zu bitteren Fragen wie “Welches OS ist besser in der ‘Scene’”, “Welches OS zum Hacken???”, “BackTrack installiert, wo ist mein Windows”, “Probleme mit BackTrack xyz” und anderen Quatsch
– Linux gegenueber Windows, Vor & Nachteile
– ein paar Linux Distributionsvorstellungen
– ein paar grafische Benutzeroberflaechen
– Spiele unter Linux
– Programmieren unter Linux
– Linux & Windows auf einer Festplatte – Dualboot
– Festplattenverschluesselung
– Programmalternativen

Wie viele Teile es werden und wie viele Themen ich pro Teil ansprechen werde weiß ich noch nicht, aber es draengt ja nicht und soll euch nur einen Umstieg erleichtern.

Ahja, eine Sache noch, Linux ist natuerlich ein sehr umfangreiches Thema, fuer Leute unter euch, die Linux schon laenger verwenden, werden meine Tutorials wohl eher langweilig erscheinen, da es einfach zu groß ist und mein Tutorial auch viele “Luecken” haben wird, ich werde daher bewusst versuchen Dinge anzusprechen die meiner Meinung nach wichtig sind und Neulingen den Umstieg erleichtern.

Allgemeines ueber Linux

Linux ist schon lange nicht mehr das “Betriebssystem fuer Freaks”, die Zeiten mit viel Konsole und wenig Grafik sind fast vorbei, auch die Installation von Linux ist viel einfacher geworden im Vergleich zu damals und natuerlich die Auswahl an verschiedenen Linux Distributionen ist gestiegen. So unterschiedlich die verschiedenen Linux Distributionen auch sind, eines haben sie alle gemeinsam, sie benutzen naemlich den Linux Kernel, welcher von Linus Torvalds entwickelt und erweitert wurde (das macht er uebrigens bis heute noch, hat aber natuerlich unmengen an Anhaengern/Supportern gefunden die ihm neue Ideen, etc zusenden). Es ist ein vollwertiges Betriebssystem wie Windows und kann mindestens genauso viel 😉

Die Zusammenfassung von Wikipedia finde ich ziemlich passend:

Als Linux (dt. [ˈliːnʊks]) […] werden in der Regel freie, unix-ähnliche Mehrbenutzer-Betriebssysteme bezeichnet, die auf dem Linux-Kernel und wesentlich auf GNU-Software basieren. Die weite, auch kommerzielle Verbreitung wurde ab 1992 durch die Lizenzierung des Linux-Kernels unter der GPL ermöglicht.

Das modular aufgebaute Betriebssystem wird von Softwareentwicklern auf der ganzen Welt weiterentwickelt, die an den verschiedenen Projekten mitarbeiten. Es sind sowohl Unternehmen als auch Non-Profit-Organisationen und Einzelpersonen beteiligt, die dies als Hobby betreiben. Im praktischen Einsatz werden meist sogenannte Linux-Distributionen genutzt, in denen verschiedene Software zu einem fertigen Paket zusammengestellt ist. Jede Distribution enthält somit Linux beziehungsweise den Linux-Kernel. Allerdings passen viele Distributoren und versierte Benutzer den Betriebssystemkern mehr oder weniger für ihre Zwecke an.

Linux wird vielfältig und umfassend eingesetzt, beispielsweise auf Desktop-Rechnern, Servern, Mobiltelefonen, Routern, Netbooks, Multimedia-Endgeräten und Supercomputern. Dabei wird Linux unterschiedlich häufig eingesetzt: So ist Linux im Server-Markt wie auch im mobilen Bereich eine feste Größe, während es auf dem Desktop bisher nur eine geringe Rolle spielt. Ebenfalls spielt die wirtschaftliche und geographische Lage einer Region eine wichtige Rolle. So planen vorrangig südamerikanische Schwellenländer den verstärkten Einsatz von Linux.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Linux

Joa, dazu brauch ich denk ich nichts sagen. Stimmt alles soweit.

Die bitteren Fragen

Man findet diese oft auf “Scene” Foren, und sie fallen meist so aus:
“Welches OS ist besser in der Scene”
“Welches OS zum Hacken???”
“BackTrack installiert, wo ist mein Windows”
“Probleme mit BackTrack xyz”
“Wie deinstallier ich BackTrack”
[…]

Ich werd zu jeder Frage nun einen Satz sagen.

“Welches OS ist besser in der Scene”
– Wer diese Frage stelle sollte am besten kein OS verwenden, es kommt nicht drauf an welches besser ist, sondern mit welchem man besser zurecht kommt und dessen Vorteile nutzen kann.

“Welches OS zum Hacken???”
– Gar keins, Leute die “Hacken” wollen sind zum Großteil sowieso Malware User und die sollen bei Windows bleiben – auf Linux macht man sich die Sache unnoetig komplizierter.

“BackTrack installiert, wo ist mein Windows”
– BackTrack ist kein Programm sondern eine eigene Linux Distribution! 😉 Wer waehrend der Installation quatsch macht, kann ausversehen sein Windows loeschen.

“Probleme mit BackTrack xyz” – “Wie deinstallier ich BackTrack”
– Meine Lieblingsthreads – viele Leute haben Probleme mit der Verwendung von Aircack und co (darueber folgt demnaechst von mir ein Tutorial) und nennen es dann “Probleme mit BackTrack” – BackTrack ist eine eigene Distribution, wenn ich ein Problem mit MS Word hab, schreibe ich auch nicht “Probleme mit Windows”. Und wie deinstalliert man es? Wie deinstalliert man Windows? Richtig, durchs formatieren zum Beispiel.

Soviel dazu erstmal, habe euch heute versucht ein paar allgemeine Dinge ueber Linux zu vermitteln bzw. was es ist und was ich noch vor habe. Das naechste Tutorial wird die Vor- und Nachteile von Linux gegenueber Windows beinhalten.

Wuensch euch noch eine tolle Woche.

12 Replies to “Linux – Umstieg auf ein freies Betriebssystem Teil 1”

  1. BackTrack ist kein Programm sondern eine eigene Linux Distribution!
    — Made my Day !

  2. Wieder ein lehrreicher Eintrag, wenn auch nur grundlegende Fragen beantwortet wurden.
    Würde mich auf weitere Postings in diesem Stil und über diese Themen sehr freuen.
    MfG

  3. Ich muss meinen Vorpostern zustimmen, das klingt doch schonmal nicht schlecht, vor allem wirst du bei deinen Lesern sicher auf fruchtbaren Grund stoßen – und das ist in Sachen Linux immer gut 😉

    Aber die wchtigsten Teile werden erst noch folgen, ich bin gespannt drauf 😉

  4. Ich muss meinen Vorpostern zustimmen, das klingt doch schonmal nicht schlecht, vor allem wirst du bei deinen Lesern sicher auf fruchtbaren Grund stoßen – und das ist in Sachen Linux immer gut 😉

    Aber die wchtigsten Teile werden erst noch folgen, ich bin gespannt drauf 😉

  5. Poste mal eine Liste von dir gängig benutzter Befehle (history) wie cat, cd, ls oder mkdir.

    Als Spiel könntest du Oilrush vorstellen.

    Am meisten interessiert mich “Festplattenverschluesselung” deiner Themen.

    Ingesamt finde ich deinen Post inhaltsleer (ist ja auch nur Startpost) und nicht sehr gewinnbringend.

  6. @ root: Betrachte diesen Teil als eine Art “Einleitung” 😉
    Ich werd mal ueberlegen, ein paar gaengige Befehle aufzulisten, großartig erklaeren werde ich sie nicht, da es dafuer die man-pages gibt.

    @ Erwin: Ich bin mir sicher ein paar Nachteile zu finden ^-^

    An die Poster davor, Dankeschoen 🙂

  7. Oh man welche vollhirnies stellen auch solche fragen: “BackTrack installiert, wo ist mein Windows” ich hatte grade ein Lachanfall. Das ist genauso bescheuert wie rm -rf /* als Read Mails really fast um Emails zu lesen.

    Freue mich schon auf weitere Artikel von dir.
    Mal ne frage nebenbei
    Welche Linux distribution nutzt du ?
    Und was haelst du von Arch linux, gentoo und FreeBSD
    Wollte auf eine von denen umsteigen da ubuntu mir viel zu anfängerfreundlich wirkt, debian zu altbacken und Fedora das paketmanagment mir nicht gefaellt.
    Kannst du eins von den dreien empfehlen?

  8. @Bitspeak:
    “Welche Linux distribution nutzt du ?
    Und was haelst du von Arch linux, gentoo und FreeBSD
    Wollte auf eine von denen umsteigen da ubuntu mir viel zu anfängerfreundlich wirkt, debian zu altbacken und Fedora das paketmanagment mir nicht gefaellt.”

    Auf die Distris werde ich wie gesagt erst in einem spaeteren Teil eingehen, seit 2 Wochen benutze ich Fedora, davor habe ich ne lange Zeit lang Archlinux benutzt und davor war es Ubuntu ^^

    Bei Gentoo solltest du halt viel Zeit und Geduld reinstecken, mit FreeBSD hab ich noch nicht gearbeitet, gehoert aber auch zur Unix Reihe, und wuerde dir daher zu Archlinux raten, es ist sehr aktuell und von der Bedienung her auch relativ einfach. Gibt auch mehr und mehr Support dafuer und du hast viele Freiheiten.

  9. @bitspeak, johnny, will hier mal ein lob fuer debian aussprechen…es ist nicht altbacken…wenn man nur die stable version verwendet, dann sind die pakete halt..ja…stable 😉
    wenn man unstable verwendet, ist man teilweise aktueller als arch

    ich selber kann arch auch nur empfehlen 🙂 wenn man klicken will, dann ist wahrscheinlich ubuntu am ehsten drin.
    fuer server wuerde ich immer noch auf debian setzen.

  10. Hi J0hn.X3r,

    wie gehts dir? Hab mal deine Seite gefunden und Du hast mich erwähnt 🙂

    Wo treibst Du dich so rum, damit wir mal reden können? Wir haben uns ja schon seit einer Ewigkeit nicht mehr gesehen.

    Grüße

  11. Hai 🙂

    Im Moment “treib” ich mich eigentlich nirgends rum, schau hier und da mal auf Foren vorbei, aber ansonsten. Koennen ja mal ueber Jabber/ICQ schreiben oder wenn du Lust hast mal im F-H TS labern 🙂

  12. hi,

    hatte mal ein OS das auf Ubuntu basierte und Hacktools an Bord hatte. War aber nicht Backtrack. Suche das jetzt verzweifelt. Kannst du mir helfen?

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